16.04.2026

Die Anforderungen an Fenster und Sonnenschutz verändern sich aufgrund des Klimawandels. Heißere Sommer mit tropischen Nächten werden zunehmend zu einer gesundheitlichen Belastung. Gleichzeitig führen längere Warmwetterperioden sowie steigende Windlasten und Starkregen zu veränderten Anforderungen an Funktion, Material und Konstruktion. Als führender Hersteller von technischem Sonnenschutz bietet Warema Produkte und Services, die auf diese veränderten Rahmenbedingungen ausgerichtet sind und die Optimierung der Gebäudehülle unterstützen.

Sonnenschutz als wirksamer Hebel gegen Überhitzung

Besonders deutlich wird die Bedeutung eines abgestimmten Sonnenschutzes beim sommerlichen Wärmeschutz. Im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) hat das renommierte Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser (IBH) mehrere Untersuchungen zur Wirksamkeit des Sonnenschutzes durchgeführt. In der aktuellen Studie IBH 4* zeigen die Berechnungen zu einem exemplarisch vordefinierten Testraum mit ca. 45 m² Grundfläche und einer nach Süden orientierten Fensterfläche (ca. 36 % der Grundfläche des Raumes) den großen Hebel eines außenliegenden Sonnenschutzes sowie einer intelligenten Steuerung: Bei herkömmlicher Bedienung lässt sich im Jahresverlauf die Anzahl der Stunden mit Innenraumtemperaturen von über 26 °C von 2.781 Stunden (ohne Sonnenschutz) auf 512 Stunden reduzieren. Bei frühzeitiger Sonnenschutz-Aktivierung über die Automation sinkt dieser Wert auf 212 Stunden. In Kombination mit einer Nachtlüftung sind sogar nur noch 39 Stunden über 26 °C erreichbar.

Sonnenschutz und Fenster als System denken

Um den Gebäudebestand an die Folgen des Klimawandels anzupassen, sollten Fenster und Sonnenschutz als System betrachtet werden. Nur so lässt sich ihr energetisches Potenzial optimal nutzen. Die für den Energiedurchlass maßgeblichen Bauteile Verglasung und Sonnenschutz werden in einem energetischen Gesamtwert erfasst: dem totalen Gesamtenergiedurchlassgrad (gtot). Die passgenaue Abstimmung beider Komponenten untereinander ermöglicht eine Optimierung des Energieeintrags sowohl während der Kühl- als auch während der Heizperioden.

Ein weiterer Vorteil der gemeinsamen Betrachtung liegt in der Verbesserung des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters durch den Einsatz des Sonnenschutzes als temporärer Wärmeschutz. In Winternächten können durch das Schließen des Sonnenschutzes die Energieverluste über das Fenster um bis zu 37 % reduziert werden. Dies entspricht dem zusätzlichen thermischen Widerstand eines Rollladens in Kombination mit einem Bestandsfenster mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von Uw = 2,7 W/(m²K).

Selbst bei modernen 3-fach-Verglasungen lässt sich der Energieverlust noch um bis zu 16 % verringern. Grundlage der Berechnung ist hier der zusätzliche thermische Widerstand eines Rollladens in Kombination mit einer 3-fach-Wärmeschutzverglasung mit einem Uw-Wert von 0,86 W/(m²K).

Gleichzeitig kann der Wohnkomfort erhöht werden. So lässt sich durch den Einsatz eines geeigneten Sonnenschutzes wie einer Außenjalousie, im Fachjargon Raffstore genannt, die Tageslichtversorgung im Inneren optimieren. Durch die flexibel einstellbaren Lamellenwinkel kann je nach konkreter Anforderung ein effektiver Blend- oder Sichtschutz entstehen oder aber eine gute Durchsicht nach außen ermöglicht werden. Für Fenster-Markisen sind die Eigenschaften durch die Wahl des Tuches festgelegt, hier sollte der Anwendungsfall daher bereits im Vorfeld überlegt werden. Auch Rollläden erhöhen den Wohnkomfort, indem sie sowohl vor Überhitzung im Sommer schützen als auch in den kühleren Monaten zur Reduzierung von Wärmeverlusten beitragen. Die verschiedenen Sonnenschutzprodukte lassen sich aber auch kombinieren, sodass in jedem Raum die notwendigen Vorgaben erfüllt werden können.

Sonnenschutz für immer extremere Wetterlagen

Gleichzeitig gehen die Anforderungen an den Sonnenschutz heute deutlich über den sommerlichen Wärmeschutz hinaus. Folgen des Klimawandels sind heißere Sommer – am Tag und in der Nacht – sowie längere Warmwetterperioden. Parallel dazu nehmen Windlasten und Starkregenereignisse zu. Damit steigen die Ansprüche an Funktionalität, Stabilität und Schlagregendichtheit sowie an die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Systeme. Und nicht zuletzt gewinnt das Thema Outdoor-Living – also das neue Draußen – an Bedeutung. Damit rückt auch ein zuverlässiger Insekten- und Pollenschutz stärker in den Fokus.

Für die Planung und Ausführung bedeutet das: Materialwahl, Konstruktion und Ausführung müssen an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. So ist beispielsweise der Materialstress durch erhöhte Hitzeeinwirkung zu berücksichtigen. Dabei gewinnen Aspekte wie die Wahl zwischen Kunststoff und Aluminium oder auch das Verhalten der Materialien unter extremen Bedingungen an Bedeutung. Nicht zuletzt erfordert die intensivere UV-Strahlung neue Qualitätsstandards bei der Oberflächen-beschichtung. Hier sind je nach Anwendungsfall hochwetterfeste Beschichtungen gefragt.

Vor diesem Hintergrund kommt der energetischen Sanierung eine zentrale Rolle zu, um die Klimaziele im Bestand zu erreichen. Gleichzeitig bietet sie ein erhebliches Potenzial, bestehende Gebäude gezielt an die veränderten Anforderungen anzupassen.

Flexible Systemlösungen für unterschiedliche Gegebenheiten in der Sanierung

Für die praktische Umsetzung insbesondere bei energetischen Sanierungen bietet Warema zukunftsgerechte Systemlösungen, die den Sonnenschutz als funktionalen Bestandteil der Gebäudehülle berücksichtigen und auf die veränderten klimatischen Bedingungen abgestimmt sind. Im Fokus stehen flexible Systeme für unterschiedliche bauliche Gegebenheiten, die – auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels – durch einen hohen Vormontagegrad sowie eine einfache Montage überzeugen. Dazu zählen sowohl Vorbau- und Schachtlösungen für Raffstoren, Rollläden als auch vielseitig einsetzbare Fenster-Markisen. Ergänzt wird das Portfolio durch modulare Funktionspakete, die sich einfach in die Sonnenschutzprodukte integrieren lassen. Ein gutes Beispiel ist das Warema SecuKit. Die manuelle Zusatzbedienung für Fenstermarkisen, Rollläden und Raffstoren gibt bei Stromausfall oder im Notfall schnell und zuverlässig Flucht- und Rettungswege frei. Ebenfalls zu nennen: das SolarKit zur energieautarken Nachrüstung von Rollläden und Fenstermarkisen. Dieses ermöglicht einen netzunabhängigen Betrieb über ein integriertes Solar Panel. Gestaltungsfreiheit und geprüfte Sicherheit an bodentiefen Fenstern vereint die Absturzsicherung VisioNeo Sun, verfügbar in verschiedenen Ausführungen von Glas- über Stab- bis hin zu kombinierten Systemen. Nicht zuletzt verfügt Warema über ein breites Angebot wirksamer Insektenschutzlösungen, die sich einfach zwischen Fenster und Sonnenschutz integrieren lassen.

Alle genannten Zusatzlösungen ermöglichen Partnern im Fensterbau attraktive Mehrumsätze und reduzieren darüber hinaus gezielt Gewerke-Schnittstellen. Für den Endkunden bedeuten sie vor allem einen zusätzlichen Nutzen in puncto Komfort, Sicherheit oder auch Energieeffizienz.

Automation als Schlüssel zur Wirksamkeit

Neben der fachgerechten Auswahl und Auslegung der Sonnenschutzsysteme ist für deren tatsächliche Wirksamkeit das Zusammenspiel mit dem Fenster entscheidend. Intelligente Steuerungen ermöglichen dabei eine automatische Anpassung an äußere Einflüsse, tragen zum Schutz des Sonnenschutzes bei und unterstützen ein effizientes Energiemanagement im Gebäude. Ein weiterer, häufig ungenutzter Hebel liegt in der Berücksichtigung von Nutzungszeiten: Über Präsenzmelder sowie die Einbindung von Arbeits-, Sonn- und Feiertagen oder Urlaubszeiten können Räume bedarfsgerecht gesteuert werden.

* Studie zur integralen Bewertung des sommerlichen Wärmeverhaltens (erstellt durch Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR)

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Die Prognosen zeigen, dass die Gebäude auf wärmere klimatische Bedingungen ausgelegt werden müssen. Der jährliche Anteil heißer Tage mit Außentemperaturen von über 30°C nimmt kontinuierlich zu.
Quelle: RTG/Daten: DWD/Warema

41 % der eintreffenden Wärmestrahlung können bereits durch einen Lamellenbehang reflektiert werden. Der gtot-Wert setzt sich aus der transmittierten Strahlung und dem sekundären Wärmeeintrag der zwischen Sonnenschutz und Fenster gefangenen absorbierten Strahlung zusammen.
Quelle: Warema

Fester Bestandteil eines automatisierten Sonnenschutzes ist eine Wetterstation wie z. B. die WMS Wetterstation plus von Warema. Das WMS Funksystem ist ideal für Renovierungen geeignet, weil es kabellos arbeitet und sich ohne aufwendige Stemmarbeiten oder neue Leitungsverlegung in bestehende Gebäude integrieren lässt.
Quelle: Warema

Eine sonnenstandsabhängige Lamellennachführung ermöglicht, dass keine direkte Sonnenstrahlung in den Raum gelangt – bei gleichzeitig maximalem, diffusen Tageslichteintrag.
Quelle: Warema

Den energetisch besten Wert erreicht der geschlossene Behang im Sommer. Nicht genutzte Räume können über Präsenzmelder, Erfassung von Sonn- und Feiertagen, Arbeits- sowie Urlaubzeiten in die Steuerung der Fassade einfließen. So lässt sich weiter Energie einsparen.
Quelle: Warema

Geöffnete Raffstoren im Winter ermöglichen gezielt den Eintrag der Strahlungsenergie und unterstützen so die Heizung. Bei Blendung kann der Nutzer manuell eingreifen und die Lamellenposition entsprechend verändern.
Quelle: Warema

Vorbau-Markisen eignen sich ideal für Sanierungsprojekte und überzeugen in der Umsetzung durch einen hohen Vormontagegrad sowie eine einfache Montage.
Quelle: Warema

Die in fünf verschiedenen Ausführungen erhältliche Absturzsicherung VisioNeo Sun lässt sich harmonisch in den Sonnenschutz integrieren und eignet sich für die energetische Sanierung.
Quelle: Warema

Warema Sonnenschutz lässt sich optional mit integrierter Solarzelle, Akku und eingelerntem Funk-Handsender bedienen – ohne Netzanschluss, Mauerdurchbruch und aufwändige Leitungsverlegung.
Quelle: Warema

Warema verfügt über ein breites Angebot wirksamer Insektenschutzlösungen, die sich einfach zwischen Fenster und Sonnenschutz integrieren lassen und attraktive Mehrumsätze ermöglichen.
Quelle: Warema

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